Nachfolgender Leserbrief erreichte uns über das Internet. Mit Erlaubnis des Verfassers geben wir ihn bekannt, denn er zeigt sehr deutlich, welche inneren Kämpfe ein junger Mensch bestehen muß, um zu den geistigen Wurzeln seines Daseins zu finden.

Liebe Heiden der AG – GGG, liebe Verfasser der Nordischen Zeitung!

Ich habe Ihre Heimatseite in der letzten Zeit, besonders ueber Ostern, sehr häufig besucht und ausgiebig studiert. Immerhin wurde durch Ihre Heimatseite ein reges Interesse in mir geweckt, mehr über die Geschichte und den Glauben unserer Art zu erfahren.
Dabei habe ich bemerkt, dass es viele andere und für mich überzeugende Denkweisen, Deutungen und geschichtliche Informationen gibt, die ich so noch nie gelesen oder gehört habe.

Ich bin noch relativ jung und vielleicht auch noch nicht zu sehr von der „jetzigen“ Welt gepraegt worden. Ich wurde am 22.01.1979 zur Welt gebracht und komme aus einem fromm evangelischen Elternhaus. Es findet durch Ihr Engagement zur Zeit in mir eine Art Glaubenskrieg statt und dieser endet sehr wahrscheinlich zu Ihren Gunsten, denn immerhin wurden mir bisher solche Denkweisen und Informationen, wie ich sie bei Ihnen fand, vorenthalten. Da ich christlich erzogen wurde, kenne ich natuerlich die kirchliche Argumentation allzugut. Sie haben in mir ein Licht aufgehen lassen, das nicht mehr erloeschen will. Sie kennen jedoch auch die Probleme die auf mich zukommen werden, deshalb benoetige ich auch noch etwas Zeit um meinen bisherigen (nicht allzusehr ausgepraegten) Glauben beseitigen zu koennen. Die sozialen Probleme mit der Familie werden noch dazu kommen. Ich lebe im Gebiet der ehemaligen DDR und ein Grossteil meines Freundeskreises ist atheistisch erzogen worden (hervorgerufen durch das stalinistische Denken ihrer Eltern).
Jedoch habe ich nun auch bei einigen Freunden von mir, ein Interesse am Artglauben geweckt. Es wäre sehr schön, wenn diese als eine Art stützende Kraft zusammen zum Artglauben kommen wuerden. Sie haben bemerkt, dass ihnen eine Ersatzreligion wie der Fussballfanatismus oder die Liebe zum Auto nicht viel bringt und ausreicht. Sie haben aber auch bemerkt, dass sie nicht an etwas glauben koennen was es nicht sinnlich erfassbar gibt (Gott). Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen vorerst eine Art Studienzeit zu beginnen, um mich ausgiebig über den Artglauben zu informieren. Gluecklicherweise habe ich schon einige Heiden kennengelernt, die mir auf diesem Wege behilflich sein könn(t)en. Eine erste neue Erfahrung hatte ich gerade an dem diesjaehrigen Osterfest, denn ich habe mich bemüht, es anhand der mir durch Ihnen vermittelten Traditionen, zu gestalten und zu feiern (mit meinem Freundeskreis).

Mit freundlichen Gruessen,

Name und Anschrift der Redaktion bekannt