Als liebster Bote des Weihnachtsfestes erscheint Ruprecht mit der Lebensrute. Fast 800 Jahre rang das Christentum mit dem alten germanischen Gottglauben und den Gebräuchen unserer Vorfahren.

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Odin, der auch den Beinamen „Hruod Percht“ (=“Ruhmreicher Percht“=“Ruprecht“) trug, galt als der Lenker der Schlachten, des Schicksals, der Fruchtbarkeit und der Winde. Er schritt als Wanderer über die Erde zur Weihnachtszeit, der Julzeit, und brauste mit seinem Gefolge durch den Himmel..

Die Christen redeten den durch Feuer und Schwert, Zwang und Mord abwehrarm gemachten Völkern ein, Odin, der Nordische, der bei uns Wotan genannt wurde, wäre ein böser Geist, der heimatlos durch die Berge und Wälder schweife. Sie versuchten, an Odins Stelle den Reiter Sankt Martin zu setzen. Und noch eine Gestalt trat an die Stelle von Odin: der Bischof Myra im Lande Lykien, an der Südküste von Kleinasien, dessen Vorname Nikolaus war. Sein Namenstag ist der 6.12. – Je mehr im Volke die Erinnerung an den Himmelsalten, an Odin, verblaßte, um so sichtbarer trat der „gute Nikolaus“ als Kinderfreund in Erscheinung.

Zur Erinnerung an die bösen Geister aus dem „wilden Heer“ wird der christliche Nikolaus oft von „Knecht Ruprecht“ oder „Krampus“ begleitet.

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Im Brauchtum unserer Ahnen war er jedoch nie der „schwarze Mann“ (und auch kein Knecht), sondern ein Helfer der Eltern, welcher den Kindern Geschenke und mit dem Schlag mit der Lebensrute Heil für das kommende Jahr brachte.