Auszug aus der Schrift „Unsere Ordnung“, die u.a. die Satzung der Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft e.V. enthält.

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Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Satzung der Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft e.V.
  • Beitragsregelung der AG-GGG
  • Thingordnung
  • Gemeinschaftsratsordnung
  • Gefährtschaftsordnu
  • Freundeskreisordnung
  • Gildeordnung
  • Schiedsordnung
  • Satzung des Familienwerk e.V.
  • Aufgabe und Beitragsregelung des Familienwerk e.V.

Satzung

1. Name und Sitz

Der Verein heißt „Die Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ eingetragener Verein.

Er hat seinen Rechtssitz in Berlin. Außer dem Rechtssitz ist der Verwaltungssitz Gerichtsstand. Der Verwaltungssitz ist der Wohnort des Leiters. Der Vorstand entscheidet von Fall zu Fall, ob der Rechtssitz oder der Verwaltungssitz Gerichtsstand sein soll.

2. Zweck und Ziel

Die Artgemeinschaft ist eine Religionsgemeinschaft, deren religiöse Grundlage das vom Thing verabschiedete Artbekenntnis bildet.

Sie ist überparteilich und unabhängig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung und ist selbstlos tätig.

Insbesondere bezweckt sie

  • die Verwirklichung einer wesensgemäßen Daseinsgestaltung und Lebensführung im Artsinne
  • eine neue Bindung des Menschen an die ewigen Gesetze der Natur
  • die Pflege gemeinschaftsbildender und gemeinschaftserhaltender Werte
  • die Ausbildung und Förderung einer wesensgemäßen Kultur und Gesittung durch Wirken in Wort und Schrift sowie durch praktische Lebensgestaltung
  • die Unterstützung von Maßnahmen, die geeignet sind, die natürliche Entfaltung der Familie und ihrer Werte zu sichern
  • die Betätigung in der Jugendpflege und Elternschulung
  • die Ermittlung der Grundlagen unserer Kultur und unseres Lebens durch wissenschaftliche Forschungsvorhaben
  • die Pflege des überlieferten Brauchtums
  • den Einsatz im Naturschutzbereich für eine menschenwürdige Umwelt aus ihrer naturreligiösen Einstellung heraus.

Religion im Verständnis der Artgemeinschaft bedeutet eine undogmatische Einstellung zu allen Lebensfragen, wobei die Glaubensüberzeugungen anderen nicht aufgedrängt werden, da es darum geht, Verständnis für das menschliche Miteinander zu wecken.

Diesen Zielen will sie dienen insbesondere durch Herausgabe der „Nordischen Zeitung“ und sonstiger Schriften, durch Vorträge und Diskussionen, durch die Gestaltung von Feiern, Festen und anderen Formen sinnerfüllten Gemeinschaftslebens sowie durch Schaffung von Gemeinschaftsstätten.

Etwaige Gewinne dürften nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurückerhalten. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes hat über das Vermögen des Vereins, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, die Mitgliederversammlung zu entscheiden, wobei dieses Vermögen nur wieder gemeinnützigen Zwecken zugeführt werden darf und der Beschluß zu seiner Wirksamkeit der Zustimmung des für den Verein zuständigen Finanzamtes bedarf.

3. Mitgliedschaft

Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person werden, die die Grundgedanken der Artgemeinschaft bejaht, ihre Anforderungen für die Mitgliedschaft erfüllt und keiner anderen Bekenntnis- oder Religionsgemeinschaft angehört.

Der Erwerb der Mitgliedschaft ist vom vollendeten l2. Lebensjahr an möglich. Er bedarf des schriftlichen Aufnahmeantrages sowie der schriftlichen Aufnahmeerklärung der Leitung. Für die Aufnahme können zwei Bürgen aus dem Kreis der Mitglieder als erforderlich angesehen werden. Eine Ablehnung ist dem Antragsteller schriftlich mitzuteilen. Sie braucht nicht begründet zu werden.

Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag der Leitung durch einfache Stimmenmehrheit der Mitgliederversammlung bestimmt. Sie sind von der Entrichtung des Mitgliedsbeitrages befreit, haben jedoch dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder.

Der Austritt ist nur zum Ende des Geschäftsjahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist möglich. Er ist der Leitung schriftlich zu erklären.

Ist ein Mitglied mit der Zahlung des Jahresbeitrages trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung im Rückstand, kann durch die Leitung die Streichung aus der Mitgliederliste erfolgen. Die zweite Mahnung muß dann die Androhung der Streichung enthalten.

Der Ausschluß ist bei vereinsschädigendem Verhalten zulässig. Er erfolgt durch die Leitung. Er ist dem Mitglied mit Rechtsmittelbelehrung schriftlich mitzuteilen. Gegen den Ausschluß steht ihm das schriftliche Einspruchsrecht innerhalb eines Monats zu. Das Schiedsgericht entscheidet endgültig. Neben Austritt, Streichung und Ausschluß endet die Mitgliedschaft durch Tod.

4. Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung erfolgt mindestens einmal im Jahr. Die Mitgliederversammlung heißt Thing. Den Tagungsort bestimmt die Leitung.

Die Einberufung erfolgt durch die Leitung schriftlich mindestens zwei Wochen zuvor mit Angabe der Tagesordnung.

Stimmberechtigt sind nach dem geltenden Recht volljährige Mitglieder, die keine Beitragsschulden aus dem letzten Geschäftsjahr haben.

Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehört

  • Feststellung der Anwesenheits- und Stimmliste
  • Entgegennahme des Geschäfts- und Kassenberichtes der Leitung und des Prüfungsberichtes der Rechnungsprüfer
  • Entlastung der Leitung
  • Wahl der Leitung, der Rechnungsprüfer und des Schiedsgerichts
  • Behandlung der Anträge
  • Beschlußfassung über die Mitgliederbeiträge.

Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlußfähig.

Beschlüsse werden grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefaßt. Für Satzungsänderungen ist die Zweidrittelmehrheit, für die Auflösung des Vereins Dreiviertelmehrheit erforderlich.

Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu führen. Die Beschlüsse müssen darin wörtlich enthalten sein. Die Niederschrift ist vom Schriftführer und vom Versammlungsleiter zu unterschreiben.

Weitere Einzelheiten für die Durchführung der Mitgliederversammlung regelt die Thingordnung.

5. Leitung

Vorstand ist die Leitung.

Sie besteht aus dem

  1. Leiter
  2. 1. stellvertretenden Leiter
  3. 2. stellvertretenden Leiter
  4. Schatzmeister
  5. Schriftführer.

Die Leitung ist von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt, sofern ein Mitglied nicht vorher abgewählt wird. Sie bleibt jedoch bis zur Neuwahl der Leitung im Amt. Die Mitglieder des Vorstandes müssen volljährig und mindestens drei Jahre Mitglied der Artgemeinschaft sein.

Die Vertretung des Vereins im Sinne des § 26 BGB erfolgt durch zwei Leitungsmitglieder, die berechtigt sind, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Im Innenverhältnis gilt, daß grundsätzlich zunächst der Leiter, sodann der l. stellvertretende Leiter, sodann der 2. stellvertretende Leiter, sodann der Schatzmeister, sodann der Schriftführer Vertretungsbefugnisse ausüben soll.

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefaßt; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Leiters den Ausschlag.

Der Vorstand kann zu seiner Unterstützung Fachbeiräte bestellen, die beratende Stimme haben.

Der Leiter ist verpflichtet, auf Forderung von mindestens zwei Leitungsmitgliedern eine Leitungssitzung einzuberufen.

6. Schiedsgericht

Das vom Thing gewählte Schiedsgericht besteht aus dem Vorsitzenden, der die Befugnisse zum Richteramt haben sollte, und zwei Beisitzern, die volljährig sein müssen. Die Mitglieder des „gewählten Schiedsgerichts“ müssen mindestens drei Jahre Mitglied der Artgemeinschaft sein und dürfen nicht der Leitung angehören. Sie werden für drei Jahre gewählt. Neben der abschließenden Entscheidung auf den Einspruch eines Mitglieds gegen seinen Ausschluß obliegt es dem gewählten Schiedsgericht, Strafen selbst zu verhängen oder solche der Leitung zu bestätigen.

Andere als die aus der Mitgliedschaft sich ergebenden Streitigkeiten werden vom „ernannten Schiedsgericht“ entschieden, dessen Vorsitzender von der Leitung und dessen beiden Beisitzer von den beteiligten Mitgliedern ernannt werden. Zivilrechtliche oder strafrechtliche Verfahren können von einem Mitglied gegen ein anderes nur angestrengt werden, wenn das Schiedsgericht zugestimmt hat.

Die Leitung und das gewählte Schiedsgericht können neben Ausschluß und Streichung folgende Strafen verhängen: Rüge, Verweis, verschärften Verweis, Ruhen aller Mitgliedsrechte, Empfehlung der Abwahl bei gewählten Amtsträgern, Meidung, Rat zum Austritt und Ächtung sowie Entschuldigung, Ehrenerklärung und Genugtuung durch Geldbußen. Weitere Einzelheiten regelt die vom Thing verabschiedete Schiedsordnung.

7. Gemeinschaftsrat

Der Gemeinschaftsrat setzt sich aus den Trägern eines Amtes innerhalb der Artgemeinschaft zusammen. Er berät die Leitung hinsichtlich der Amtsführung und soll bei einem Amtswechsel vorbereitend tätig sein. Die Einzelheiten regelt die Gemeinschaftsratsordnung.

8. Rechnungsprüfer

Zwei Rechnungsprüfer werden von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt. Wählbar sind Volljährige nach dreijähriger Mitgliedschaft. Sie dürfen nicht der Leitung angehören und müssen jeder Mitgliederversammlung, bei der über die Entlastung des Vorstandes zu befinden ist, einen schriftlichen Bericht über die vollendeten Geschäftsjahre der letzten Wahlperiode vorlegen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

9. Mitgliedsbeitrag

Über den Mitgliedsbeitrag entscheidet die Mitgliederversammlung.

10. Familienwerk

Die Mitglieder der Artgemeinschaft e.V. sind gleichzeitig Mitglieder des Vereins Familienwerk e.V.

11. Gefährtschaften

Mitglieder der Artgemeinschaft, die nicht zu weit voneinander entfernt wohnen, können sich in einer Gefährtschaft zusammenschließen.Die Gefährtschaften sind Träger des religiösen Lebens in einem bestimmten Raum. Die Einzelheiten regelt die Gefährtschaftsordnung.

12. Freundeskreise

Ein tätiges Mitglied der Artgemeinschaft kann von der Leitung zum Freundeskreisleiter ernannt werden, um örtliche Zusammenkünfte abzuhalten. Die Einzelheiten regelt die Freundeskreisordnung.

13. Gilden

Benachbarte Gefährtschaften und Freundeskreise können sich zu einer Gilde zusammenschließen, die gemeinsam Feiern und Veranstaltungen durchführt. Die Gilde kann keine eigene Rechtspersönlichkeit werden. Die Einzelheiten regelt die Gildeordnung.

14. Förderer

Förderer der Artgemeinschaft sind solche natürlichen oder juristischen Personen, die einen von der Leitung als ausreichend erachteten Beitrag für die Zwecke und Ziele der Artgemeinschaft zur Verfügung stellen, und gegen deren Beitritt und Verbleiben als Förderer die Leitung nichts einzuwenden hat.

15. Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann von einer Mitgliederversammlung nur dann beschlossen werden, wenn in der Einladung zur Mitgliederversammlung die Auflösung als Tagesordnungspunkt benannt wurde.

16. Artbekenntnis

1. Alles Leben wirkt nach Naturgesetzen. Uns offenbart sich das Göttliche in diesen ewigen, ehernen Gesetzen, gegen die zu verstoßen widersinnig ist.

Wir bekennen uns zu einem Leben im Einklang mit den Naturgesetzen.

2. Kampf ist Teil des Lebens; er ist naturnotwendig für alles Werden, Sein und Vergehen. Jeder einzelne von uns wie unsere gesamte Art stehen in diesem Ringen.

Wir bekennen uns zu diesem nie endenden Lebenskampf.

3. Die Menschenarten sind verschieden in Gestalt und Wesen. Diese Verschiedenheit ist sinnvolle Anpassung an die unterschiedlichen Naturräume.

Wir bekennen uns zur Erhaltung und Förderung unserer Menschenart als höchstem Lebensziel, denn auch sie ist eine Offenbarung des Göttlichen.

4. Leib und Seele bilden eine Einheit.

Wir bekennen uns zu gleicher Wertschätzung von beidem.

5. Unser Sein verdanken wir wesentlich Eltern und Ahnen.

Wir bekennen uns zur Verehrung unserer Ahnen und wollen ihr Andenken an kommende Geschlechter weiterreichen.

6. Die Sonne erhält alles Leben auf dieser Erde. Himmel und Erde, Tier und Pflanze, Berg und Baum, Wind und Wasser sind uns Heimat; wir sind in die Natur eingebettet und können uns nicht ungestraft von ihr lösen.

Wir bekennen uns zur Sonnen- und Naturverehrung unserer Vorfahren und sehen die Umwelt nicht als eine der menschlichen Willkür unterworfene Sache an.

7. Sitte und Brauch sind Bestandteil jeder religiösen Gemeinschaft.

Wir bekennen uns zum germanischen Kulturerbe und dessen Weiterentwicklung.

8. Unser Wille wird durch unser Wesen bestimmt. Es wird durch Erbanlage und Umwelt, Prägung und Erziehung geformt.

Wir bekennen uns zur Wertung des Menschen nach Haltung, Leistung und Bewährung.

9. Schuldig kann jeder werden, schicksalsbedingt.

Wir bekennen, daß Schuld allein durch eigene Tat und Streben zum Guten zu sühnen ist.

10. Schmerz und Leid weisen uns auf Gefahren hin und sollen Abwehrkräfte von Körper und Geist wecken. Sie bewirken Erschütterung, aber auch Gesundung.

Wir bekennen uns zu Schmerz und Leid als naturgegebenen Kräften und sehen sie nicht als Strafe irgendeiner überirdischen Macht.

11. Ohne den Tod des Einzelwesens sind die Arten nicht lebens- und entwicklungsfähig.

Wir bekennen, daß der einzelmenschliche Tod nicht Strafe oder Erlösung aus einem angeblichen irdischen Jammertal, sondern Voraussetzung für das künftige Gedeihen unserer Art ist.

12. Der Mensch ist unsterblich in den Nachkommen und Verwandten, die sein Erbe teilen. Nur sie können unsere von den Ahnen erhaltenen Anlagen verkörpern.

Wir bekennen, daß der höchste Sinn unseres Daseins die reine Weitergabe unseres Lebens ist.