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Heft 29: Fritz Danner, Gedanken eines Ketzers



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3798 n. St., 41 Seiten


Inhalt

Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift

Wenn auch die Kirchen, sich den Erkenntnissen der Neuzeit anpassend, heute schon gewisse Einschrnkungen bezglich der Bibel als"Gottes Wort" vor allem in Hinblick auf das Alte Testament (AT) zugestehen, so besteht nach wie vor die Tatsache, da im Religionsunterricht und in den Predigten immer auf die "unumstlichen Wahrheiten" der "Heiligen Schrift" als Gotteswort hingewiesen wird. Trotz aller Widersprche wird, wie eh und je, die Bibel als Grundlage aller Moral und Anstndigkeit hingestellt und bildet die Grundlage jeder Volkserziehung. Alle staatlichen Schulen stehen auf "christlicher Basis", und auch die Mehrheit der Bevlkerung bekennt sich noch zu einer der christlichen Kirchen. Wenn auch dieses Bekenntnis bei der Mehrzahl der Kirchenmitglieder nur noch aus Grnden der Tradition oder Bequemlichkeit aufrecht erhalten wird, und sie lngst nicht mehr alle Inhalte ihrer Releigion fr richtig halten, so sind sie doch gedankenlos genug, um einen wesentlichen Teil der Erziehung ihrer Kinder, nmlich die Entwicklung des Seelenlebens in jungen Jahren der Kirche zu berlassen.

Deshalb ist es notwendig, den Gehalt der Bibel besonders dahingehend zu untersuchen, ob diese die geeignete Grundlage abgibt, um aus jungen Menschen wahrheitsliebende und brauchbare Mitbrger zu bilden. Da dies natrlich von der Kirche bejaht wird, wre zu folgern, da besonders fromme Christen und vor allem die Priesterschaft der Kirchen selbst vorbildlich ehrliche, aufrichtige und mit allen sonstigen Tugenden behaftete Menschen sind. Leider aber beweist die Wirklichkeit des tglichen Lebens nur allzu oft das Gegenteil. Die Frage liegt nun nahe, ob nicht vielleicht gerade die "biblische" Erziehung ein Grund fr solche Fehlentwicklung ist.

Ergrnden wir also das "Buch der Wahrheit" von Anbeginn an!

Vorauszuschicken ist, da die christliche Lehre sagt, da Jehova, der "Dreieinige Gott", allwissend, allmchtig und allgtig ist. Jeder Christ ist von diesen Eigenschaften seines Gottes berzeugt.
Wenden wir uns nun den ersten Erffnungen in der Bibel, der Schpfungsgeschichte, zu (1.Buch Mose). Nachdem Gott Himmel und Erde erschaffen hatte, machte er noch am gleichen Tage das Licht und die Finsternis und nannte es Tag und Nacht.

Am zweiten Tag beschftigte sich Gott mit dem Ausbau des Himmels und trennte am dritten Tage auf der Erde das Festland vom Wasser und bepflanzte die Erde mit allerlei Gewchsen. Nun schuf Gott am vierten Tag Sonne, Mond und Sterne und bevlkerte am fnften Tag die Luft mit Gevgel und das Wasser mit allerlei schwimmenden Wesen. Am sechsten Tag aber krnte er sein Werk mit der Erschaffung aller Arten von Tieren, und schlielich schuf er noch den Menschen, dem er eine Rippe entnahm und daraus das Weib Eva baute. Gotte begutachtete dann sein gesamtes Schpfungswerk noch einmal und stellte fest, da "alles sehr gut" war.
Diese letzte Feststellung im 1 Kapitel des 1.Buch Mose mte eigentlich berflssig sein, denn von einem allmchtigen, allwissenden und allgtigen Gott ist sowieso nur Vollkommenes zu erwarten.

Im Anhang der meisten Bibelausgaben ist eine "Zeittafel der biblischen Geschichte". Nach dieser Zeittafel (die mir im Augenblick vorliegende "Heilige Schrift" wurde im Jahre 1912 gedruckt) wurde Adam, der angeblich erste Mensch, um das Jahr 4000 vor der blichen Zeitrechnung, also vor rund 6000 Jahren erschaffen. Da die Wissenschaft bereits lngst nachgewiesen hat, da der Mensch schon vor mindestens 750 000 Jahren entstanden ist, wird von der Kirche vollkommen miachtet. Darauf aber soll es zunchst im Zusammenhang ber Untersuchung der Glaubwrdigkeit des Inhaltes der "Heiligen Schrift" nicht ankommen.

Betrachten wir die "Schpfungsgeschichte" der Bibel zunchst nur mit den Erkenntnissen des Elementarwissens, wie es jedem Schler im Naturkunde-Unterricht gelehrt wird...
Wenn Gott am vierten Tage Sonne, Mond und Sterne erschuf, so ist zu fragen, wo das Licht des ersten Tages herkam und wie die Pflanzenwelt, die am dritten Tag der Schpfungswoche geschaffen wurde, ohne die lebensspendenden Strahlen der Sonne gedeihen konnnte.
Diese Fragen sind besonders angebracht, da die Geistlichen, auf die Widersprche zwischen Schpfungsgeschichte und Erkenntnissen der Naturwissenschaften angesprochen, immer wieder betonen, da die Bezeichnungen 1. bis 6. Tag natrlich nur bildlich zu verstehen seien und je Schpfungstag ein grerer Zeitabschnitt zu denken wre. Schliet man sich dieser Auslegung an, so ist aber der Vorgang der Reihenfolge der gttlichen Schpfung noch unmglicher und unglaubwrdiger geworden. Stnden diese Unmglichkeiten in irgendeinem anderen Buch und nicht gerade in der Bibel, die immer noch fr viele das "Buch der Bcher" ist, aus welchen sie ihr erstes Wissen und die kindliche Seele ihre ersten Eindrcke erhlt, wre die ganze Geschichte gar nicht erwhnenswert.
So aber werden in dem jungen Menschen, wenn er in seiner Entwicklung das logische Denken gelernt hat, die ersten Zweifel kommen. Drckt er diese Zweifel offen aus, etwa gar im Religionsunterricht, so wird er seine erste groe Enttuschung erleben mssen. Eine befriedigende Erklrung kann ihm der Religionslehrer nicht geben. Meist wird so ein "lstiger" Frager einfach ob seines"Unglaubens" grob abgekanzelt oder lcherlich gemacht. Auerdem ist nach christlicher Auffassung jeglicher Zweifel an "Gottes Wort" eine schwere Snde, und, darauf hingewiesen, wird es der junge Mensch kaum ein zweitesmal wagen, Zweifel zu uern. Er wird auf weltanschaulichem Gebiet ein willen- und geistloser Mitlufer, der glaubt, sein Nichtbegreifen liege an seiner persnlichen Unvollkommenheit.

Diese vermeintliche Unvollkommenheit sucht er naturgem anderen gegenber zu verbergen, tut so, als ob er alles verstehen wrde und wird so zu einem "willigen Schaf der christlichen Herde". Lt sich aber ein junger Mensch nicht so ohne weiteres unterkriegen und bleibt sein Geist kritisch, so wird er sptestens dann notgedrungen zum Heuchler, wenn er merkt, da er sich mit seinen "unbequemen" Fragen Feinde schafft und unter Druck gesetzt wird. Die Intoleranz der christlichen Kirchen scheut auch heute noch kein Mittel, um ihre Macht zu erhalten. das Wenigste, was einem"Unbequemen" geschieht, ist eine schlechte Note im teilweise noch "Pflichtfach" Religion.

In der weiteren Verfolgung der biblischen Geschichte stt man auf weitere noch grere Ungereimtheiten. Nachdem Adam und Eva ein geruhsames leben im Garten Eden gefhrt hatten, aen beide, trotz ausdrcklichen Verbots, von dem "Baume der Erkenntnis" und wurden hart dafr bestraft. Die Folgen waren die Ausweisung aus dem Paradies und die Verfluchung Evas und Adams. Sie sollte knftig nur noch unter Schmerzen Kinder gebren und er sollte nur noch im Schweie seines Angesichtes Brot essen.
Leider steht nun in der Bibel keine Erklrung, warum Gott mit seinen ersten Menschen so ein grausames Spiel getrieben hat, denn als Allwissender wute er natrlich von vorneherein, da beide sein Verbot nicht beachten wrden (und warum ist im brigen das Streben nach Erkenntnis eine verbotene Snde?). Diese "Fehlkonstruktion" von Mensch war schlielich sein eigenes Werk, und wenn er seine Menschen schon nicht fehlerfrei ausstatten konnte, so htte er doch in seiner Eigenschaft als "Allgtiger" diesen ersten Fehltritt in christlicher Liebe verzeihen mssen, ihn aber mindestens die Strafe nach einer Bewhrungsfrist erlassen knnen. Jedoch, die Strafe fr diese Gebotsbertretung erweiterte der "Allgtige" noch dahin, da er die bislang unsterblichen Menschen zum Tode verurteilte und bis zum heutigen Tag sowohl "Ungerechte" als auch "Gerechte" sterben lt. Der sich schon immer wiederholenden Bemerkung, Gott habe dem Menschen bei der Schpfung einen freien Willen gegeben ist entgegenzuhalten, da an anderen Stellen der Bibel wiederholt betont wird, da nichts auf der Erde geschehe ohne Willen Gottes. Also auch der erste "Sndenfall"!
Nachdem nun Adam und Eva aus dem Paradies ausgestoen waren, gebar Eva zwei Shne, den Kain und den Abel. Als diese eines Tages ihrem Gott ein Opfer darbrachten, gerieten sie in Streit, und Kain erschlug seinen Bruder Abel. Zur Strafe mute Kean das Land verlassen, kam in ein anderes Land, nahm sich dort ein Weib, und dieses gebar ihm viele Kinder.
Die Bibel verschweigt nun, wie es fr Kain mglich war, in einem "anderen" Land ein Weib zu finden. Bislang wurde uns doch nur mitgeteilt, da Adam und Eva die ersten Menschen waren und diese zwei Shne hatten. Erst in spteren Jahren gebar Eva nochmals einen Sohn, wie man im 4.Kapitel 1.Mose nachlesen kann. Dieser Sohn Adams kam erst zur Welt, als Adam bereits 130 Jahre alt war, und in den folgenden 800 Jahren zeugte Adam noch viele Shne und Tchter, wie uns die Bibel berichtet. Hier im 5. Kapitel 1.Mose wird ausdrcklich erstmals von der Geburt von Tchtern gesprochen, so da die Erklrung auf die Frage, woher denn pltzlich das Weib Kains gekommen sei, man wrde im Ursprungsland des christlichen Glaubens, im Orient, eben nur die mnnlichen Geburten zhlen, nicht stichhaltig ist. Da also fr Kain keine Schwester da war, die er htte heiraten knnen, mu es wohl auerhalb der jdischen Lande Menschen gegeben haben. Allerdings hatten diese, im Gegensatz zu Adam und Eva, den Gott Jahwe nicht zum Schpfer. Es wre sonst zweifellos in der Bibel verzeichnet!

Mit der biblischen Berichterstattung im 6. Kapitel des 1. Buch Mose kommt man als denkender Mensch nun vollends durcheinander, denn hier erscheint pltzlich eine dritte Gattung Mensch, die die "Kinder Gottes" gennant werden, und von denen vorher nicht berichtet wurde. Es wird jedenfalls erwhnt, da sich Gott rgert, weil seine Kinder hbsche Tchter der sndigen Menschen zu Weibern nehmen, und darauf beschliet, einen Teil seiner Schpfung wieder zu vernichten. Nur Noah mit seiner Familie und von jeder Tiergattung ein Paar sollten berleben. Und so geschah es. Die Sintflut vernichtete aber nicht nur die "sndige" Menschheit, sondern auch Tiere und Pflanzen, obwohl letztere nach christlicher Anschauung seelenlos und demnach sndenfrei waren.
Bei kritischer Betrachtung dieser Vorgnge tauchen nun wieder folgenschwere Fragen auf! Warum hat Gott die sich erst so vermehren und sndigen lassen, wo er doch vom ersten Tag an, als Allwissender, wissen mute, wohin die Entwicklung geht? Warum hat er aber auch die unschuldige Tier- und Pflanzenwelt mit dem grausamen Ertrinkungstod bestraft? Htte Gott nicht andere Mglichkeiten finden knnen und mssen, sagen wir humanere, als seine Geschpfe einem jmmerlichen Wassertod preiszugeben?

Wie die Bibel weiter aufzeigt, war diese Radikalkur auch wieder gnzlich ohne Erfolg. Der "Allwissende" hat es wieder nicht vorausgesehen, da schon 300 Jahre spter die Nachkommen Noahs in Babylon gerade so schlecht wie ihre Vorfahren vor der Sintflut waren und es bis zum heutigen Tag geblieben sind. Auch in der weiteren Verfolgung der biblischen Geschichte, wie sie vor allem im Alten Testament aufgezeichnet ist, finden wir die Handlungen Gottes viel zu oft nicht unserem ethischen Empfinden gem "gttlich"! Jedoch auf all die Flle einzugehen, die zu beanstanden wren, wrde bedeuten, mehrere Bcher damit zu fllen, und so soll eine kleine Auswahl von Bibelstellen, die im Anhang dieser kleinen Schrift angefhrt sind, dem Leser Hinweise geben, um selbst in der Bibel nachlesen zu knnen.

Nur eine Begebenheit aus dem AT soll hier als Beispiel fr viele andere Stellen, die eine gleiche oder hnliche verruchte Moral aufzeigen, noch erwhnt werden:
Im 20. Kapitel 1. Mose gibt der Stammvater Abraham seine Frau Sara als seine Schwester aus und verkuppelt diese um eigenen Vorteils willen mit dem Knig Abimelech. Gott aber bestraft nun nicht den Lgner und Kuppler Abraham, sondern unbegreiflicherweise den grob getuschten Abimelech. Darberhinaus wird Abraham von Gott noch fr seine Untat belohnt.
Aus dieser biblischen Schilderung irgendeine moralische Nutzanwendung zu ziehen, gelingt wohl nicht einmal dem verschlagensten Pfaffen. An anderen Stellen des AT werden Massenmord, Raub, Totschlag, Leichenschndung, Blutschande und viele andere, nach unseren Moralbegriffen als Verbrechen zu bezeichnende Taten von Gott geduldet und oft sogar befohlen! (Siehe Anhang des Heftes).

Eugen Roth schreibt in seinem amsanten Bchlein "Die Frau in der Weltgeschichte" sehr treffend:

Grad was die Sittlichkeit betrifft,
liest man in unsrer Heilgen Schrift
so viele hchst verruchte Snden,
da, wenn sie nicht just dorten stnden,
das Buch km schleunigst untern Schutz
des Zensors, gegen Schund und Schmutz!








Dieses Produkt haben wir am Montag, 28. Dezember 2009 in unseren Katalog aufgenommen.

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Sonnabend, 24. August 20198327905 Zugriffe seit Mittwoch, 10. Mai 2006
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