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Heft 28: Dr. Friedrich Murawski, Das Gott



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Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort 3
  • Erster Abschnitt: Das Ziel
  • 1. Weg und Ziel 5
  • 2. Religion 6
  • 3. Weltanschauung 11
  • 4. Quellen 13
  • 5. Grundwerte 16
  • Zweiter Abschnitt: Der Dogmen-Gott
  • 6. Der Gott 18
  • 7. Jüdische Haltung 20
  • 8. Der Weltenherr 22
  • 9. Der Weltlenker 25
  • 10. Der Gesetzgeber 29
  • Dritter Abschnitt: Das Gott
  • 11. Das Gott 32
  • 12. Sippe 34
  • 13. Friede 37
  • 14. Ehre 39
  • 15. Heil 40
  • 16. Schuld 45
  • 17. Seele 48
  • 18. Hamingja 51
  • 19. Schicksal 54
  • Vierter Abschnitt: Unsere Weltanschauung 57
  • Anmerkungen 64

Der Dogmen-Gott

Die weltanschauliche Arbeit muß damit beginnen, den Bauplatz vorzubereiten: das Gebäude der alten Dogmen muß eingerissen und der ganze Schutt beseitigt werden, damit zunächst einmal die landläufige artfremde Einstellung ganz und gar ausgeschaltet wird. Das ist eine Aufgabe, die leider heute noch Kraft und Zeit beansprucht - aber hoffentlich wird schon in naher Zukunft der deutsche Mensch mit freier Seele dastehen und sich ohne langwierigen Vorarbeiten seiner arteigenen Weltanschauung bewußt werden können. Diese Weltanschauung braucht nicht erst gemacht oder auch nur gelernt zu werden, sie liegt ja schon im Blut: man braucht sicht nur des Unbewußten klar bewußt zu werden, damit es umso kraftvoller das Leben bestimme.

Grundlage und Höhepunkt aller Dogmatik ist"der Gott", der deshalb besonders betrachtet werden muß.

"Der Gott" ist es, der von den Kirchen in ihrer Religion in den Mittelpunkt gestellt wird: das Bild dieses persönlichen Gottes wird ausschließlich aus einer Sammlung jüdischer Bücher entnommen, welche als "das Wort Gottes" bezeichnet werden. Der Christianismus (so hat sich die "Religion" der Kirchen frühzeitig selbst benannt) tritt mit dem Anspruch auf, die endgültige "Offenbarung" in seinem "Wort Gottes" zu besitzen; seine Organisation in Gestalt der - allerdings völlig in sich uneinigen und zersplitterten - "Kirche" sei die einzig mögliche Grundlage des "Königstum Gottes". Ja, der Christianismus behauptet, er sei etwas ganz Besonderes: die anderen Religionen seien von Menschen geformt als Ausdruck ihrer "Frage nach Gott", der Christianismus aber sei "die Antwort auf eine Anrede Gottes", sei die "Selbstoffenbarung Gottes in Jesus".

Hinter solche Sätze gehören überall mehrere Fragezeichen. Der Christianismus ist gar nichts Besonderes: Judentum und Islam behaupten auch - und zwar mit dem selben Recht! -, daß sie "Selbstoffenbarungen Gottes" seien. Und wer wollte beweisen, daß die "Offenbarungen" des Arabers Muchammad nicht aus derselben Quelle stammen, wie die "Offenbarungen" des Juden Mosche, Jeschajahu (Jesajas) oder Paulus? Man darf auch gegenüber solchen Ansprüchen nicht vergessen, daß es eine Wissenschaft der Geschichte gibt - zumal ja gerade der Christianismus sich als "geschichtliche" Religion bezeichnet und es entschieden ablehnt, wenn man seine Gründung als einen "Mythos" hinstellt. Die Geschichtswissenschaft aber hat eindeutig und völlig sicher erwiesen, daß jene jüdischen Bücher, auf welche der Christianismus sich gründet, als "Geschichtsquellen" größtenteils wertlos sind, und das man vom Urheber des Christianismus kein einziges echtes Wort weiß.

Die geschichtliche Grundlage solcher Ansprüche ist also völlig unzureichend. Es ist dem Christianismus ebensowenig wie jeder anderen "Offenbarungsreligion" möglich, die Tatsache einer "göttlichen Offenbarung" in irgendeiner Form zu beweisen. Es handelt sich durchweg um reine, willkürliche Behauptungen einer Priesterschaft, die noch lange nicht deswegen wahr werden, weil sie von Jahrhundert zu Jahrhundert weitererzählt oder von Millionen blindlinks hingenommen werden.

An der Wahrheitsfrage scheitert der Christianismus rettungslos - denn man darf den Fragepunkt nicht verschieben lassen und um keinen Preis von der Forderung eines zwingenden Beweises abgehen, wenn man sagt: "Der Absolutheitsanspruch des Christianismus beruht auf der Tatsache der in Christus geschehenen göttlichen Offenbarung" - so fordern wir eben den Beweis für eine solche angebliche "Tatsache". Solange dieser Beweis nicht erbracht ist, können wir als ehrliche Menschen unsere Weltanschauung nicht auf bloße orientalische Behauptungen bauen, die im Charakter in manchem mit den Märchen aus 1001 Nacht übereinstimmen. Dagegen richten auch sogenannte "innere Gründe" nichts aus: wenn ein Beweis mit der Behauptung geführt werden soll, daß das Neue Testament doch eine"unüberbietbare sittliche und religiöse Hoheit" zeige, so widersprechen wir glattweg, weil nach unserem Urteil das Bild des Neuen Testamentes, das einen gemeinschaftsfremden Menschen auf dem Hintergrund jüdischer Vorstellungen vom "Gottesreich" zeichnet, bedenkliche sittliche Mängel aufweist.

Folglich ist auch "der Gott", der aus den jüdischen Büchern abgeleitet wird, keine geschichtliche Tatsache als Sprecher eines "Wortes" - sondern er ist ein Gedankengebilde der jüdischen seeleenhaltung. "Jahweh" (so heißt der Gott der Juden) ist also keine Wirklichkeit, sondern nur die Antwort auf die Frage: Wie stellt sich der Jude die Welt vor, wie schaut er sie an? "Jahweh" ist die jüdische Weltanschauung ! Und deshalb ist auch "der Gott" des Christianismus nichts anderes als "jüdische Weltanschauung" - weil geschichtlich unwiderleglich bewiesen ist, daß der Christianismus sich vom Judentum grundsätzlich in garnichts unterscheidet, sonder nur"Judentum für Nichtjuden" ist.

Denoch soll "der Gott" einmal auf seinen inneren Wert untersucht werden: danach werden wir urteilen können, ob er für uns brauchbar ist, wenngleich er nur einen "Mythos" bedeutet.

. . .

Das Gott

Die Abrechnung mit den alten Begriffen fremder Herkunft ergab deren Hohlheit – und nun kann nach Erledigung dieser unerquicklichen, aber notwendigen Vorarbeiten der Aufbau beginnen. Von den alten Dogmen ist nichts mehr zu retten: denn wir treten in eine ganz andere Welt, die sich auf einer grundsätzlich anderen Haltung zur Welt und zum Leben aufbaut.

Das zeigt sich sofort an der Richtigstellung eines mißbrauchten Wortes.

"Das Gott" heißt es im alten germanischen Sprachgebrauch, und die männliche, persönliche Bezeichnung "der Gott" ist erst durch den Christianismus infolge seiner ganz andersartigen Grundanschauung eingeführt worden. Das Gott (altnordisch "god", althochdeutsch "cot", mittelhochdeutsch "got") wird auch mit anderen Worten bezeichnet, die gleichfalls sächlich sind, etwa: "regin" (Einzahl: "ragin", d.h.Rat), als das "Ordnende", "rad" als das "Weise", "metud" als das "Bestimmende", "bönd" als das"Bindende" und andere. Das Gott ist also unpersönlich, es ist "etwas" und nicht "jemand".

Die Tatsache, daß unsere Vorfahren das Gott unpersönlich dachten, ist von gewaltiger Tragweite und grenzt ihre Haltung von jeder andersrassigen scharf ab. Die Auffassung ist allgemein nordisch, wie den auch das römische Wort "numen" und das indische "brahman" das Gott bezeichnet. Um dieser Grundtatsache Rechnung zu tragen und jede Verwechslung mit dem Dogmen-Gott zu vermeiden, soll in der weiteren Darstellung immer nur "das Gott" gesagt werden – und es wäre zu wünschen, daß solche sprachliche Richtigstellung sich überall durchsetze, wo von deutschem Gottglauben gesprochen wird.

Mit der germanischen Anschauung vom unpersönlichen Gott lässt sich heute wieder- oder beseer: heute erst recht wieder – im Denken arbeiten. Denn die ungeahnte Erweiterung des Weltbildes bis in ferne Tiefen des Weltraumes, verbunden mit einer geschichtlich sauberen, sachlich-nüchternen Beobachtung des Menschenlebens zwingt dazu, jeden Versuch abzulehnen, womit man "hinter" der Welt,"hinter" der Natur noch etwas suchen oder "jenseits" des Lebens dessen eigentliche Triebkräfte vermuten möchte. Es läßt sich nur feststellen, daß alles Wirkliche ohne die geringste Ausnahme zur Welt oder Natur gehört – und folglich muß auch das Gott innerhalb der Welt sein, falls es nämlich überhaupt etwas Wirkliches ist. Die Formel "Gott und Welt" ist so geistreich wie der Ausdruck "Mensch und Kopf": der Kopf gehört ja doch zum Menschen, und so gehört das Gott zum Gesamtbestand der Welt.

Aber vor dem Versuch, das Gott näher zu umschreiben oder begrifflich zu fassen, wollen wir doch zusehen, wie sich unsere Ahnen zum Gott stellten. Das erkennt man am deutlichsten an der Frage nach der Beziehung zwischen Gott und Mensch – und da erfahren wir, daß es zwischen Gott und Mensch gar keinen Unterschied der Art, sondern nur der Lebensstufe besteht, daß der Unterschied zwischen beiden sogar gelegentlich – bei den Hochfesten der Sippe – ganz verschwindet: das Gott ist die höchste und edelste Form des Menschenlebens und dessen Urgrund, hat kein Dasein außerhalb der Sippenseele, fällt mit ihr in eins zusammen.

Das Gott ist also im germanischen Denken keine ausserweltliche Macht, ja es ist nicht bloß innerhalb der Welt, sondern es ist die Welt selbst, weil es nur ein anderer Ausdruck ist für das Leben: das Gott ist Lebenskraft und Lebensgesetz, und zwar im umfassendsten Sinne.

Wir werden uns hüten, über diese Erkenntnis unserer Vorfahren hinaus das Gott in philosophische Begriffe zu zwängen. Denn unsere fortgeschrittene Wissenschaft zeigt uns, daß das Leben uns erst zum allerkleinsten Teile bekannt ist, daß wir also keine voreiligen Abgrenzungen vornehmen dürfen. Wir sind also äußerst vorsichtig und bescheiden; wir stellen keine Behauptungen oder Dogmen auf, aber wir forschen. Und gerade deswegen bejahen wir das germanische Gott als Urtatsache des Lebens.

Der Vollständigkeit und Klarheit wegen sei noch gesagt, daß auf das Gott Ausdrücke wie: Schöpfer, Allmächtiger, Weltregierung, Segen, Gnade, Erlösung usw. selbstverständlich nicht angewendet werden können, daß es ihm gegenüber weder Opfer, noch Dank, weder Priester noch Kirche, weder Offenbarung noch Wort-Gottes gibt. Es begreift sich auch, warum das Gott im germanischen Lebeneine so geringe Rolle spielt, keineswegs im Mittelpunkt des Lebens steht und bei den entscheidenden Fragen des sittlichen Lebens überhaupt nicht genannt wird: der Germane geht seinen eigenen Weg, schlägt sich ohne Götterhilfe durch, und der Götterglaube bleibt für ihn im Hintergrund; eine Einbeziehung in ein "göttliches Leben" als eine "übernatürliche Seeligkeit" gehört bei den Germanen nicht – wie bei den Semiten – zu den entscheidenden Werten des Lebens – denn das Gott ist ja nur der Name für die reinste Form jenes Lebens, welches den Menschen selbst trägt.

Ebenfalls zur Vollständigkeit und zur Richtigstellung verzerrter Bilder seien noch die "germanischen Götter" erwähnt. Man hat die "einzelnen Götter" in christianischen Kreisen völlig verkannt und deswegen auch ganz und gar mißdeutet – soweit man sie nicht böswillig verzerrte. Jede Sippe verehrte das Gott unter einem bestimmten Namen, weil sie damit das ihr eigene Gott, d.h. Leben und Lebenskraft meinte; diese göttliche Kraft war in den einzelnen Sippenmitgliedern wirksam, und zwar in den verschiedensten Formen, die durch Namen gekennzeichnet wurden; die Götter dieser Art hörten auf zu sein, wenn man sie gerade nicht brauchte, äußerten sich aber sofort wieder, wenn die entsprechende Kraftäußerung notwendig war – der heutigen Sprache fehlt ein Wort für diesen Zwischenzustand.

Die Haltung der Germanen zum Gott lässt sich aber erst ganz verstehen, wenn die Grundzüge des germanischen Lebens betrachtet werden: denn das Gott ist vom Leben und seinen Werten in keiner Weise zu trennen und kann nicht abgesondert geschildert werden.








Dieses Produkt haben wir am Montag, 28. Dezember 2009 in unseren Katalog aufgenommen.

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