Geschrieben von: Sven Müller
Von Mittsommer bis Jul schwindet das Licht langsam und jeden Tag gewinnt die Dunkelheit an Macht. Die Natur wird immer kälter und steht scheinbar starr im kalten Wind und dem Schnee des Winters. Wintersonnenwende – der kürzeste Tag und die längste Nacht sind erreicht.

Ab heute werden die Tage wieder länger und die Sonne gewinnt täglich neue Kraft. Die Zeit des allgemeinen Sterbens hat ihren Höhepunkt erreicht, es ist der Todestag und der Geburtstag der Sonne. Von nun an wird sich das Leben immer stärker gegen das Sterben durchsetzen.

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Von Mittsommer bis Jul schwindet das Licht langsam und jeden Tag gewinnt die Dunkelheit an Macht. Die Natur wird immer kälter und steht scheinbar starr im kalten Wind und dem Schnee des Winters.

Wintersonnenwende – der kürzeste Tag und die längste Nacht sind erreicht. Ab heute werden die Tage wieder länger und die Sonne gewinnt täglich neue Kraft. Die Zeit des allgemeinen Sterbens hat ihren Höhepunkt erreicht, es ist der Todestag und der Geburtstag der Sonne. Von nun an wird sich das Leben immer stärker gegen das Sterben durchsetzen.

Die Wintersonnenwende ist ein Fest der Hoffnung und des Lebens. Die Dunkelheit bedrückt uns nicht, denn uns wird bewusst, dass wir nicht ewig in den Klauen des kalten Winters gefangen bleiben – dass der Kreislauf des Lebens weitergeht.

Sonnenwende – Zeitenwende

Wir besinnen uns auf dem großen Rhythmus der Natur im Leben der Menschen und Völker. Jedes Leben bedarf des Todes, so wie der Tod dem Leben folgt. Wenn wir selbst längst gestorben sind, leben wir in den Genen unserer Kinder weiter, denen wir das Leben gaben und die dieses ebenso weitergeben werden. Aus diesem Grunde ist die Ahnenverehrung ein so wesentlicher Bestandteil unserer Weltsicht, denn sie spiegelt diesen naturgegebenen Rhythmus wieder.

Wir kehren heute zu den Bräuchen unserer Ahnen zurück, sie sind mitten unter uns. Schon vor tausenden von Jahren zündeten sie zu Ehren der Götter das Sonnenwendfeuer an und ließen die Feuerräder die Berge herabrollen.

Das Sonnenwendfeuer symbolisiert das Feuer der Sonne, die im Moment der Wende wiedergeboren wird. Mit ihm ist die Kraft der Sonne auf die Erde geholt.

Sommer- und Wintersonnenwende sind mit dem Mythos Baldurs verbunden: Im Sommer, wenn sich die Sonne nach Süden kehrt und die Tage kürzer werden, gedenken wir des Tods Baldurs, und zum Julfest, wenn die Wiederkehr der Sonne einsetzt, feiern wir seine Wiedergeburt.

In der Sonnenwendnacht brennt das Julfeuer (oder eine Kerze) bis zum nächsten Morgen, während das eigentliche Herdfeuer gelöscht ist. Aus der Glut des Julfeuers wird es am Morgen wieder entfacht.

Was einst Glaube war, wurde später als Aberglaube gebrandmarkt. Jahrhundertelang wurden Sonnwendfeuer von Kirche und Staat bekämpft und verboten. Doch das Brauchtum war so tief im Volksleben verwurzelt, dass keine Strafen dagegen wirksam waren. Später versuchte das Christentum deshalb, den Sonnwendfeuern ein christliches Alibi zu verschaffen.

Heute ist es nicht viel besser. Zwar schwindet der Einfluß der Kirche auf die Menschen, doch nicht Gedankenfreiheit, sondern nur andere Willkürsysteme nehmen ihren Platz ein.

Wiederum ist der germanische Wille zur Freiheit im Weg. Wiederum werden Sonnwendfeiern registriert und beargwöhnt.Jahrtausende alte Symbole sind verboten, gerade weil sie eine grundsätzlich andere Weltsicht kundtun, gerade weil diese Weltsicht mit Argumenten nicht widerlegt werden kann.

  • Mit dem Sonnwendfeuer errichten wir ein Symbol zu Ehren der Sonne:
  • Mit dem Sonnwendfeuer pflegen wir jahrtausende alte Überlieferungen unserer Vorfahren.
  • Mit dem Sonnwendfeuer schöpfen wir neue Kraft.
  • Mit dem Sonnwendfeuer reißen wir uns aus unserem Alltag.

Sonnenwende – Zeitenwende

Wir besinnen uns auf den großen Rhythmus der Natur im Jahreslauf.

So wie die Nacht dem Tage folgt, bedarf der Tag der Nacht.

So wie der Winter auf die Erntezeit folgt, bedarf der Frühling des Winters.

Dieser Rhythmus ist ein stetiges Auf und Ab. Es gibt dabei keinen Anfang und kein Ende. Selbst wenn wir die Sonne untergehen sehen, so wissen wir, dass dies nur unsere eigene begrenzte Sichtweise ist, so wie andere Menschen die Sonne zur gleichen Zeit aufgehen sehen.

Die Sonne ist Mittelpunkt allen Lebens. Ihr Rhythmus des Steigens und Fallens, des Blühens und Vergehens, des Gebens und Empfangens muß wieder in uns wirken. Sie ist Mitte und Halt für alle geregelten Beziehungen, für das ewige Stirb und Werde. Das Symbol ihres ewigen Laufes ist das Sonnenrad.

Wir erleben zur Sonnenwende die Stunde der Selbstbesinnung, wir spüren als Menschen unsere engste Verbundenheit mit der Natur.

Es ist die Stunde, in der wir die göttlichen Gesetze fühlen, der Menschen, Völker, Erde und Sterne gleich unterworfen sind.

  • Machen wir unsere Seele frei von den kleinen Dingen des Alltags.
  • Machen wir unsere Seele frei von widernatürlichen Wirtschaftsvorstellungen.
  • Machen wir unsere Seele frei von artfremden Religionen.

 

  • Damit unsere Seele den Rhythmus der Natur wieder vernimmt.
  • Damit wir uns wieder den großen Dingen zuwenden können.
  • Damit dem Winter unseres Volkes bald eine neuer Frühling folgt.
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Nehmt die Flamme dieses Feuers in eure Herzen auf und bewahrt sie still und gläubig. Es verdrängt alle Nacht, heilt allen Schmerz, zerreißt alles Dunkel, schafft Licht wie die Sonne im neuen Jahreskreis.

Und wenn wir heute wieder heimwärts kehren und Finsternis uns umfängt, dann wissen wir: die Nächte enden, weil starkes Blut zur Sonne drängt.

Wenn auf düstrem Bergeskamme

Aufbrennt unsrer Sehnsucht Licht,

und die heilige Glut der Flamme

lodernd in die Weltnacht bricht,

stehn wir ernst geschart im Kreise,

starren in lebendige Glut,

spüren stark die wilde heiße

deutsche Stimme uns im Blut.

Brennen über uns die Sterne,

brennt in uns das Herz voll Not,

brennt der Ruf in alle Ferne!

Flammt, ein einziges Gebot!

Sonnwendfeuer, Notwendfeuer,

Endzeit du und Zeit der Wende!

Übergroß und ungeheuer

Zwingt es Hände nun in Hände.

Wirf in das dürre Astwerk den Brand,

dass er das blasse

brausend umfasse,

bis es sprühe hochauf, leuchte weit überland!

Uralte Flamme, du kennst unsere Not,

zeig allen Träumern, was uns bedroht,

brich aus der nächtigen Stunde Hut,

weck unsere Herzen, verlöschende Glut!

Uralte Flamme, von neuem entfacht,

schwing durch die Nacht!

Das Dunkle verzehr,

das Helle vermehr,

auf zum Himmel uns weis,

neue Kraft uns verheiß,

drück uns dein feuriges Siegel ein:

„Nichts soll uns trennen, Brüder zu sein!!

Und brennt auch das Feuer auf heimlichen Plätzen

in den Mulden und Gräben und hinten im Tal –

es brennt doch nach uralten, heil’gen Gesetzen

und ist uns ein uraltes, heiliges Mal.

Können wir unser Fest auch nicht offen begehen

und feiern es so, wie der Kampf es gebeut,

denn in uns ist Hoffnung, daß nie wird vergehen

der Brauch uns’rer Ahnen auch in künftiger Zeit.

Hoch schlagen zum nächtlichen Himmel die Flammen,

hoch schlagen die Herzen – frei ist unser Sinn.

So wie wir hier stehen: im Kreise zusammen.

so sind wir des werdenden Volkes Beginn.

So standen in grauer Vorzeit die Ahnen,

so stand einst die Jugend auf nächtlicher Fahrt.

So stehen wir heute – ein einziges Mahnen –

fest und geschlossen ums Feuer geschart.

Wir öffnen die Herzen, wir heben die Hände,

wir grüßen des Jahres fruchtbringende Wende,

wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf:

Sonnwendfeuer flamm auf nun, flamm auf !

Wer je die Flamme umschritt,

bleibe der Flamme Trabant!

Wie er auch wandert und kreist:

bis zum letzten Atemschluß.

Frieden wirst du nie erkämpfen.

Dennoch! Schmück dir Schwert und Schmerz

hin und wieder mit Aurikeln

und bekränze auch dein Herz.

Wintersonnenwende

 Aus dem Dunkel der Geschichte

steigt ein Ahnen siegreich auf,

bannt die Wolke, die dem Lichte

der Gestirne hemmt den Lauf.


Immer, wenn das Jahr sich neiget,

wenn der Sonne Bahn erfüllt,

sich die große Wende zeiget,

die der Welten Sehnsucht stillt.


Durch der Väter Lichterglaube

kam es auch auf uns’re Zeit,

daß die Zukunft uns nicht raube,

was das Schicksal selbst bedeut.


Unser Dasein zu erheben,

frei nach alten Fug und Recht,

Blut und Seele weitergeben,

von Geschlechte zu Geschlecht.


Immer, wenn wir schon am Ende,

glaubten an uns selber nicht,

kam die große Sonnenwende

und der Sieg – das Licht, das Licht.

 
Karl Leipert


Flamm auf! Flamm auf!

Feuer der Höhe, du Sonnenruf!

In jubelndem Aufstieg, in strahlendem Schweben,

in reifender Wende kreist ewig das Jahr.

Wir grüßen die Sonne, wir grüßen das Leben!

Wir grüßen des Schicksals allmächtigen Lauf!

Seht dort, und dort! Auf Bergen und Warten

steht Feuerblumen im nächtlichen Garten,

greifen Feuerhände hinauf:

Sonnwendfeuer, flamm auf! Flamm auf!

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So standen in grauer Vorzeit die Ahnen,

so stehen wir heute, wir hören ihr Mahnen.

Wir öffnen die Herzen, wir heben die Hände,

wir grüßen des Jahres fruchtbringende Wende,

wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf:

Sonnwendfeuer, flamm auf! Flamm auf!

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Werner Jäkel

 Verweis:http://www.feiergestaltung.de